Mittwoch, 26. Dezember 2007

2ter Weihnachtstag!

Sorry, aber ich komme einfach nicht mit dem Aktualisieren des Blogs hinterher.
Am 26ten haben wir den Geburtstag des amerikanischen Bruders Elia nachgefeiert. Er hat sich gewünscht, in der Grabeskirche in der Abrahams-Kapelle, einmal einen Gottesdienst abhalten zu dürfen. Diese befindet sich direkt oberhalb der Kreuzigungsstelle. Da er Anglikaner ist, hat er gute Beziehungen zu den Mitgliedern der griechisch-orthodoxen Kirche, denen diese Kapelle gehört. So sind wir Latruner also vormittags nach Jerusalem gefahren und hatten dort einen Gottesdienst. Anschließend ging es zum päpstlichen Institut Notre Dame in Jerusalem. Dieses befindet sich genau gegenüber dem Neuen Tor und neben dem French Hospital. Dort haben wir dann zum Mittag gegessen am Buffet.
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Eine kleine Anekdote zu Notre Dame.
Über dem Eingang von Notre Dame befindet sich eine steinerne Mariendarstellung. Normalerweise trägt die Maria das Kind bei Darstellungen, egal ob gemalt oder in Stein gehauen, im Arm. Nun erzählt man sich in Jerusalem, dass das Notre Dame und ein anderes Gebäude zur selben Zeit gebaut wurden. Da dieses andere Gebäude nach den Plänen einen knappen Meter höher gewesen wäre als das Notre Dame und somit das höchste Gebäude in Jerusalem, hat man sich damals entschlossen, das Kind der Maria auf ihrer Schulter sitzend darzustellen, um somit selber das höchste Gebäude in Jerusalem zu werden.

Dienstag, 25. Dezember 2007

Wanderung nach Bethlehem!

Um Mitternacht sind wir dann zur Geburtskirche Jesu nach Bethlehem losgewandert. Wir waren ca. 30 bis 40 Leute. Zwischenzeitlich mussten wir noch durch einen Checkpoint am Grenzübergang mit Ausweis- und Taschenkontrolle, da Bethlehem sich auf palästinensischem Gebiet befindet, also in der Westbank. So etwas wie die Mauer oder der Checkpoint selber, haben mich sehr an die Einreise in die ehemalige DDR erinnert. Von da aus ging es dann weiter zur Geburtskirche. Die ganze Wanderung hat ca. 2,5 Std. gedauert. Bilder gibt es hier. Innerhalb der Kirche gibt es noch die so genannte Geburtsgrotte, in der Jesus geboren sein soll. Die war durch die vielen anderen Menschen dort aber so voll, dass ich mich nicht angestellt habe. Es ist eh fraglich, ob Jesus wirklich an genau diesem Ort, also in dieser Grotte, geboren wurde. Wie auch in der Grabeskirche in Jerusalem, der Via Dolorosa, in Tabgah oder der Brotvermehrungskirche und auch anderen Orten hier in Israel ist es nicht zu hundert Prozent sicher, das die einzelnen Stellen genau diese sind, auf welche im Laufe der Jahrhunderte Kirchen, die teilweise immer wieder aufgebaut, zerstört und wieder neu aufgebaut worden sind. Danach sind wir zu siebt mit einem Taxi zurück zur Mauer gefahren, wieder durch den Checkpoint und haben auf ein Sherut gewartet. In der Zwischenzeit hatte ein Teilnehmer der Wanderung das Holzkreuz, was die ganze Zeit an der Spitze unseres Wanderzuges bis zur Kirche getragen wurde und Torben wieder zurück zur Erlöserkirche bringen sollte, ein Stück halten wollen. Das hat er auch tun dürfen. Allerdings ist er, nachdem wir die Preise mit den Fahrern der Sherut-Taxen verhandelt hatten und er einen Tee am Checkpoint getrunken hatte, einfach damit abgehauen. So sind wir also ohne Kreuz zurück nach Jerusalem gefahren. Allerdings hat Torben ihn noch damit, als wir an ihm vorbei gefahren sind, noch Richtung Jerusalem gehen sehen. Das hat sich natürlich sofort rum gesprochen, allerdings kennt keiner diesen Jungen. Mal schauen was aus der Geschichte wird. Nachts um halb fünf bin ich dann ins Bett gefallen. Ich habe bei Torben in der Erlöserkirche wieder übernachtet und am nächsten Tag sind wir mit Simone und Nicole durch die Stadt gelaufen und haben einen Chi-Latte getrunken, das ist ein scharfer Latte Macchiato. Abends wollten wir noch zu einem Konzert ins French Hospital. Also dieses Hospital oder auch Hospiz, ist ein Hospital, in dem wirklich Sterbende betreut und gepflegt werden, in dem ich hätte ich auch anfangen können. Da das Konzert, welches von einer Frau jedes Jahr dort mit ihren Musikschülern gespielt wird, da ihre Mutter vor einigen Jahren in diesem Hospiz gestorben ist, leider verhindert war und dadurch das Konzert ausfiel, haben wir uns mit ein paar anderen Volos und Zivis vom French unterhalten. Nach dem Gespräch stand für mich fest, dass meine Entscheidung nach Latrun und nicht ins French zu gehen, richtig war. Aber auch Conny habe ich vorher ja schon befragt, weil sie letztes Jahr dort für zwölf Monate gearbeitet hatte. Das hätte ich nicht geachafft. Ich wusste schon damals, warum ich einen fahrerischen Dienst während meiner Zivildienstzeit machen wollte. Ich kann nur meinen Hut vor all denen ziehen, die diese Arbeit machen. Danach bin ich mit dem Sherut nach Hause. Leider stand in der Ausfahrt Latrun ein Polizei-Auto, sodass der Fahrer mich dort nicht rauslassen konnte und ich mit nach Tel Aviv musste. Zum Glück hat das Sherut uns dort direkt neben der Central Bus Station – Tel Avis raus gelassen. Sonst hätte ich mit dem wieder zurück nach Jerusalem und von da aus noch einmal nach Latrun starten dürfen, denn von Tel Aviv nach Jerusalem halten die Sheruts nicht, weil sie sonst wenden müssten. So bin ich also von dort aus mit dem Bus nach Ramla und von da aus nach Latrun. Das Ganze hat dann insgesamt über zwei Stunden gedauert. Aber so habe ich wenigstens die Central Bus Station von Tel Aviv gesehen und weiß jetzt wo sie ist.


P.S.: Die Bilder von der Wanderung sind qualitativ nicht so gut, aufgrund des Umstandes, dass wir eben nachts gewandert sind.

Montag, 24. Dezember 2007

Mein Weihnachten 2007!

Hier mal eine kurze Zusammenfassung von meinem Weihnachten in diesem Jahr.
Am 24ten habe ich vormittags erst einmal meine nach Latrun geschickten Pakete und Geschenke von meiner Familie und Freunden aufgemacht. Vielen herzlichen Dank noch einmal dafür, habe mich riesig gefreut. Nach der ersten Bescherung habe ich einen Kartoffelsalat gemacht für das gemeinsame Abendessen, bei dem einer der Brüder einen Teil seines Schweine-Würstchen-Vorrates zur Verfügung gestellt hat. Gute Würstchen sind hier nur schwer zu bekommen, da Schweinefleisch nicht koscher ist. Aber russische eingewanderte jüdische Metzger stellen welche hier her. Es gibt wohl auch russische Kibuzze, die Schweine züchten. Nachmittags um drei hatten wir dann Kaffe und Kuchen mit anschließender Bescherung, bei der ich einen Pullover bekommen habe. Fotos gibt es davon hier. Danach gab es dann um sechs Würstchen mit Kartoffelsalat und um acht ging es los Richtung Jerusalem, zur Chorprobe vor dem Gottesdienst in der Erlöserkirche. Nach dem Gottesdienst, bei dem fast 80 Prozent Israelis waren, weil denen das christliche Weihnachtsfest so schön gefällt mit den vielen Kerzen, den Weihnachtsbäumen und den Gesängen, haben wir uns um Mitternacht vor der Kirche getroffen für die Wanderung nach Bethlehem in die Geburtskirche Christi. Nebenbei bemerkt, haben ein Teil der Israelis Geld an Agenturen dafür bezahlt, um sich von Tel Aviv und anderen Städten extra zur Erlöserkirche bringen zu lassen. Die Kirche war dementsprechend auch proppe voll. Die Menschen saßen selbst in den Gängen oder sogar hinter dem Altar. Bilder könnt ihr euchdavon hier anschauen.

Samstag, 22. Dezember 2007

Weihnachtsvorbereitungen!

Letzten Dienstag sind der Remon, der Remi und ich gleich früh morgens nach Bet Schemesch gefahren, das hier ganz in der Nähe ist. Dort haben wir von einer Baumschule zwei Bäume besorgt, die uns als christliche Einrichtung vom Staat Israel geschenkt worden sind, so wie anderen Einrichtungen auch. Aus diesem Grund mussten wir auch gleich früh morgens hin, da wir in die Baumschule direkt gehen durften, um uns die Bäume selber auszusuchen. Ich muss sagen unsere Remon hat echt ein Auge dafür. Das ging ruck zuck. Ich stand immer noch am ersten Baum und habe mir ihn ringsherum angeschaut, da fiel auch schon der erste Baum um. Im Nachhinein muss ich sagen, dass sein Baum auch viel schöner war. Wir waren keine fünf Minuten drin im Wald, da haben wir die Bäume auf dem Dach unseres T5 fest gemacht. Die Halterungen haben Remon und ich schon einen Tag vorher darauf befestigt. Gestern hat Remon dann die Krippe und den Weihnachtsbaum in der Kreuzfahrerhalle aufgebaut. Er als waschechter Bethlehemit (das heißt wirklich so), nimmt das alles auch sehr ernst. Ich finde, das hat er super gemacht, ist wirklich hübsch geworden. Ist zwar keine Nordmanntanne, aber man kann nicht alles haben :-)
Den Weihnachtsstern über der Krippe habe ich übrigens angeschlossen. Insgesamt waren das sieben Stück.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Weihnachtskekse!

Es geht doch nicht über Weihnachtskekse. Darum habe ich heute erst einmal welche für uns hier gebacken. Habe mir dafür extra das Rezept von meiner Mutter durchgeben lassen, über Skype. Sind zwar so die schlichtesten Kekse die es gibt, aber dennoch sind es meine Lieblingskekse. Und das Beste war als sie fertig waren, dass sie genauso gut geschmeckt haben wie zu Hause. Auch wenn keine Mokka-Bohnen drauf sind, weil ich hier keine gefunden habe. Morgen werde ich mit der Roos zusammen andere Kekse machen, die die Brüder gerne hätten. Der eine möchte gerne Haferflocken-Kekse. Das Problem ist nur, wir haben keine Haferflocken. Schon mal schlecht, wenn die Hauptzutat fehlt. Vielleicht gibt es ja welche im kleinen Supermarkt gegenüber bei der Tankstelle.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Schlachttag!

Heute haben in Latrun drei Truthahn-Damen ihr Leben gelassen. Suhel, ein Mitarbeiter aus dem Trappistenkloster, ohne dessen Hilfe bei uns teilweise gar nichts ginge, denn er hat Connections die einem als Ausländer einfach fehlen, hat drei Stück aus einem benachbartem Kibbuz besorgt. Diese wurden dann nacheinander mit den Füßen nach oben aufgehängt, die Halsschlagader und Luftröhre durchtrennt und ausbluten lassen. Eine ziemlich blutige Angelegenheit. Aber hier wird alles so geschlachtet, oder besser gesagt geschächtet, damit es koscher ist. Zwei sind für uns zu Weihnachten und eines bekam der Suhel. Bin schon gespannt, wie die schmecke werden.
Die Damen wogen knapp 15 Kilo. Ein Männchen soll es auf bis zu 25 Kilo bringen. Schmecken wohl aber nicht so gut wie Weibchen.
Links seht ihr übrigens den Suhel, in der Mitte den Truthahn und rechts den Remon.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Orcas!

Also ich als Tierfreund bin immer wieder fasziniert, was manche Tiere so alles können oder tun. Das hier habe ich gestern bei stern.de zum Thema Orcas entdeckt:

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